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Berzona
VALLE ONSERNONE

Musikalische Charakteristika der Orgel

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Die Orgel ist eine reine Quarte über der modernen Referenz von 440Hz gestimmt. Das bedeutet, dass das gespielte A der Note D entspricht, das gespielte C der Note F, und so weiter... Die Stimmung ist  angesichts der verwendeten Materialien und der Art der Pfeifen ausgezeichnet (dank Ilic Colzani), aber sie ist sicherlich nicht so perfekt, wie man es von einem herkömmlichen Instrument erwarten würde. Die Tastatur hat nur drei Oktaven von C bis C (eigentlich F-Fa), wobei das tiefste Register 3' ist, d. h. das erste C auf der Klaviatur entspricht eigentlich dem dritten F auf dem Klavier. Dazu kommt Pedalklaviatur, die eine Oktave umfasst, mit dem tiefste Register 6', d. h. das tiefste C der Pedalklaviatur entspricht dem zweiten F des Klaviers.

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Die klangliche Zusammensetzung macht die Orgel in ihrer akustischen Beschaffenheit besonders hochtönend. Die kleinen Register zwingen den Musiker, der das Instrument optimal nutzen will, ständig das Pedal zu betätigen, um die wenigen tiefen Register des Instruments voll auszunutzen.

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Bei der Begleitung von Kirchenliedern und im Zusammensiel mit anderen Instrumenten ist es sinnvoll, oft in der unteren Oktave in Bezug auf die Mitte der Tastatur zu spielen (d. h. das zweite C statt des dritten C auf der Orgeltastatur als Ausgangspunkt zu nehmen), damit das akustische Ergebnis den in der Partitur angegebenen Oktaven entspricht, die normalerweise von einem anderen Instrument gespielt werden. Dies wird zur Herausforderung, da im unteren Register die erforderlichen Tasten fehlen, was durch den Einsatz des Pedals im unteren Register kompensiert werden muss.

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Um den Problemen der Windzufuhr Rechnung zu tragen, darf die Harmonie nicht überlastet werden. Am besten geeignet für das Instrument sind zweistimmige Aufführungen, ansonsten ist beim Spielen von Akkorden (vor allem mit Pedalgebrauch) Vorsicht geboten, da der drastische Druckabfall in manchen Fällen zu einer übermäßigen Verstimmung der Orgel führen kann, hörbar auch für einen unaufmerksamen Zuhörer.

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Vlg. Pedrazzini Andrea

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Im Rahmen der Volksmusik sollte es kein Problem darstellen, dass dieses Instrument in der Tonart F gestimmt ist: die meisten Musiker, die traditionelle Instrumente wie diatonisches und chromatisches Akkordeon, Dudelsack, Drehleier und andere alte und/oder ethnische Instrumente spielen sind es gewohnt, mit vorgegebenen Tonarten umzugehen.

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In jedem Fall muss der Organist, der sich diesem Instrument nähert, damit rechnen, die aufzuführenden Stücke in andere Tonarten transponieren zu müssen: gute Musik- und Tastaturkenntnisse sind daher auch im Bereich der Volksmusik erforderlich.

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Vlg. Garbani Mauro, Rietschin Esther

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